Schlagwort: Regie

EP12: Jakob M. Erwa, Regisseur

Erzählt im Podcast von seiner Arbeitsweise: Jakob M Erwa, Regisseur und Autor (Foto: Sven Serkis)
Erzählt im Podcast von seiner Arbeitsweise: Jakob M Erwa, Regisseur und Autor (Foto: Sven Serkis)

Mein Gast hinterm Mikro ist diesmal Jakob M. Erwa, Regisseur und Autor der Filme „Heile Welt“, „Homesick“ sowie „Die Mitte der Welt“ und der Serie „Katakomben“. Wir sprechen über seine Arbeit und darüber, wie durch Diversität in Entwicklung, Team und Casting auch interessantere Geschichten entstehen.

Jakob M. Erwa wollte eigentlich Rockstar werden. Er besuchte eine künstlerisches Gymnasium in Graz und wuchs so mit einer Vorliebe für die wilde Mischung der Künste aus Malerei, Musik und Theater auf. Erst bei der Berufswahl nach der Schule wurde ihm bewusst, dass diese Künste im Film zusammengeführt werden. Also startete er ein eigenes Videotheken-Studium und bewarb sich an der Hochschule für Fernsehen und Film in München – mit gerade mal 19 Jahren.

Aus der Retrospektive kann er gut verstehen, warum viele Hochschulen eine Altersgrenze von 21 Jahren für ihre Bewerbung angeben. Er empfindet es als klug, sich erstmal Zeit zu nehmen, Lebenserfahrung zu sammeln und vielleicht ein bisschen von der Welt zu sehen. Dabei stelle man sich nämlich zwangsläufig die Frage, was einem wichtig ist im Leben. Und daraus resultiert dann oft, welche Geschichten man erzählen möchte.

Unterhaltung mit Haltung

Jakob mag keine seichte Unterhaltung, versucht aber in seinen Werken auch das Moralisieren zu vermeiden. Gute Unterhaltung kann für ihn auch eine Haltung haben. Oft ist der Regisseur bei den von ihm umgesetzten Werken als Autor oder immerhin Co-Autor tätig gewesen. Vom Erfolg zeugen eine ROMY-Nominierung sowie viele Auszeichungen, wie der Bayerische Filmpreis und der New Faces Award für „Die Mitte der Welt“ und der Große Preis der Diagonale für „Heile Welt“.

Im Podcast sprechen wir über seine Art und Weise zu Schreiben, warum er gerne mit Sparringspartner Paul Schulz Stoffe entwickelt und wie seine Erfahrungen im Writer’s Room zu „Katakomben“ war. Was sich hier schon andeutet, zieht sich als roter Faden durch den Podcast und Jakobs Werk: Er ist ein überzeugter Teamplayer.

Jakob M. Erwa im Netz

Wenn ihr mit Jakob in Kontakt treten wollt, könnt ihr das über seine Webseite oder über die Homepage seiner Agentur machen. Wer dem Podcast schon eine Weile folgt, der weiß auch, dass ich über meine Gäste für das Fachmagzin Film & TV Kamera ein Porträt schreibe. Auch über Jakob ist ein Artikel erschienen, in Ausgabe 10.2021 könnt ihr ihn nachlesen. In Ausgabe 4.2021 findet ihr den Drehbericht der Serie „Katakomben“! Viel Spaß beim Lesen!

Den Hinter-der-Kamera-Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Aber jetzt gute Unterhaltung beim Podcast mit Jakob M. Erwa, Regisseur und Autor!

Sonderfolge: Regisseur und DoP von „How to sell drugs online (fast)“ (2)

Drehten die dreitte Staffel „How to sell drugs online (fast)“ zusammen: Regisseur Arne Feldhusen (links) und DoP Kristian Leschner (rechts) stehen mir in der Sonderfolge Rede und Antwort. (Foto: Bernd Spauke)

Die zweite Sonderfolge zum Thema „HTSDO(F)“ beschert uns Arne Feldhusen und Kristian Leschner, Regisseur und DoP von „How to sell drugs online (fast)“. Das kreative Team hinter der Kamera erzählt von ihrer Vorbereitung beim Grillen und welche Herausforderungen in der Pandemie zu meistern waren.

Arne Feldhusen und Kristian Leschner kennen sich schon eine ganze Weile. Unter anderem hoben die beiden die preisgekrönte Serie „Der Tatortreiniger“ mit Bjarne Mädel aus der Taufe. In der ersten Staffel „How to sell drugs online (fast)“ teilte sich Feldhusen die Regie mit Lars Montag und in der zweiten mit Mia Spengler. DoP Leschner stieß in der dritten Staffel als Kameramann hinzu und beerbte Armin Frantzen (1. Staffel) sowie Yoshi Heimarth und Jakob Beuerle (2. Staffel). Für Feldhusen und Leschner war es absolut stimmig, jetzt eine ganze Staffel kreativ durchplanen zu können.

„Bunter und frecher“

Der Vorteil einer dritten Staffel ist, dass man als kreatives Team auf vielem aufbauen kann. Da Feldhusen vieles davon mitentwickelt hatte, konnte er sehr genau sagen, was er beibehalten und was er erneuern wollte. Die Einbindung des Screen Contents konnte diesmal noch stärker mit dem DoP abgestimmt werden. Leschner drehte nicht selten mehrere Varianten, damit die VFXler sich die Orte der Overlays in der Post aussuchen konnten.

Kristian Leschner orientierte sich als DoP wieder mehr an dem Konzept von Armin Frantzen aus der ersten Staffel. Allerdings sollte es „bunter und frecher“ werden. Das galt vor allem in der Schlussphase auf der Abiparty, die sich über fast zwei Folgen streckt. Für diese klügelte Leschner mit seinem Oberbeleuchter Gilmar Steinig ein präzise und schnell anpassbares Lichtkonzept maßgeblich aus Practicals aus.

Sonderfolgen mit Creative Producern sowie Postproduktion

Diesen Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! In der ersten Sonderfolge sprach ich mit den Showrunnern Philipp Käßbohrer und Matthias Murman. In der kommenden, dritten Folge stehen mir VFX Supervisor Julian Schleef und Editor Rainer Nigrelli aus der Postproduktion Rede und Antwort.

Auch hier nochmal herzlichen Dank an Rainer Nigrelli, der die Podcastgespräche 1 und 3 vor Ort in Köln bei der Bildundtonfarbik aufzeichnete. Hört bitte auch in Rainers Podcast „Credit to the Edit“ rein. Hier sprechen er und sein Mitstreiter Jan Henrik Pusch mit Editor*innen über deren Arbeit.

Doch jetzt gute Unterhaltung beim Podcastgespräch mit Arne Feldhusen und Kristian Leschner!