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EP50: Was macht „Independence Day“ so zeitlos, Roland Emmerich, Karl Walter Lindenlaub und Volker Engel? – Teil 1

Neben dem Logo des Hinter der Kamera Podcasts, eine hellblaue, stilisierte Kamerablende mit sechs Lamellen in deren Zentrum ein Mikrofon-Piktogramm prangt, sehen wir auf grauem Grund die Porträts der drei Filmschaffenden in die Kamera lächeln, links Regisseur Roland Emmerich, in der Mitte DoP Karl Walter Lindenlaub und rechts VFX Supervisor Volker Engel. Darunter der Titel dieser Episode 50: Was macht "Independence Day" so zeitlos, Roland Emmerich, Karl Walter Lindenlaub und Volker Engel?(Foto Emmerich: Timo Landsiedel; Foto Lindenlaub: Karl Walter Lindenlaub; Foto Engel: Reiner Bajo)
Roland Emmerich, Karl Walter Lindenlaub und Volker Engel erinnern sich an „Independence Day“. (Foto Emmerich: Timo Landsiedel; Foto Lindenlaub: Karl Walter Lindenlaub; Foto Engel: Reiner Bajo)

„Welcome to Earth“! Ich feiere 50 Episoden und 30 Jahre „Independence Day“ mit Regisseur Roland Emmerich, DoP Karl Walter Lindenlaub und VFX Supervisor Volker Engel. Die drei sind meine Gäste in einer besonderen Doppelfolge, die der Frage auf den Grund geht, warum der Film auch nach drei Jahrzehnten noch fesselt. Dies ist der erste Teil, der zweite folgt nächste Woche.

Als ich 1996 im Kino saß und auf der Leinwand zum ersten Mal das stadtgroße Ufo über New York aus den Wolken brach, war ich vermutlich der einzige, der dachte: „Geil, Wolkentank!“ Dass ich dreißig Jahre später von Volker Engel erfahren würde, wie genau er das gemacht hat, wagte ich nicht zu träumen. Heute, am Veröffentlichungstag dieser Episode, jährt sich der deutsche Kinostart von „Independence Day“ zum 30. Mal.

Der Film ist immer noch in vielerlei Hinsicht besonders. Drei Deutsche in den wichtigsten Departments machen einen Effektfilm für Hollywood. Der Film bricht alle Rekorde und ist immerhin in 1996 kurz der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten. Im Gespräch mit Regissuer Roland Emmerich, DoP Karl Walter Lindenlaub und VFX Supervisor Volker Engel gab es dann viele Dinge, die mich überraschten. Welche Bilder haben die Filmemacher im Kopf, wenn sie sich an „Independence Day“ erinnern? Was hätte schief gehen können? Und was prägte am Ende für alle drei die Arbeit ganz besonders?

30 Jahre und 50 Folgen

Eigentlich wollte ich dieses Jubiläum gar nicht feiern. 50 Folgen sind halt nicht 100. Aber immerhin insgesamt über 100 Stunden Audio. Und mit Sonderfolgen und Bonusmaterial sind es sogar über 90 Episoden. Doch dann flatterte mir das Angbot in den Schoß, mit Roland zu sprechen zu diesem beachtlichen Jubiläum. Ich lud mir also für das Gesamtbild Walter und Volker dazu ein und unterhalte mich mit den dreien über einen der prägendsten Effektfilme der vergangenen 30 Jahre.

Und noch eine Premiere gibt es: Die drei Gespräche fanden zwar getrennt statt, aber ich habe daraus eine sehr persönliche, besondere Folge gewoben. Bisschen reportagig, bisschen Spurensuche. Ich habe bewusst nicht die altbekannten Dinge abgefragt. Bin gespannt, was ihr sagt!

Herzlichen dank an dieser Stelle nochmal an das Team der Film & Media Exchange FMX in Stuttgart für die Unterstützung bei der Aufzeichung und Kontakt zu den Gästen!


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Die drei Filmemacher im Netz

Wer nochmal nachsehen will, ob er wirklich alle Filme von Roland Emmerich kennt, schaue mal bei IMDb vorbei. Seine Produktionsfirma Centropolis Entertainment findet ihr hier. Karl Walter Lindenlaub ist selbstredend auch in der IMDb zu finden und auf seiner persönlichen Homepage. Volker Engel, ihr ahnt es, hat ebenfalls ein Profil in der IMDb und seine Produktionsfirma Uncharted Territory findet ihr hier.

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Alle Episoden vom Podcast „Hinter der Kamera“ findet ihr bei Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music – und überall, wo Ihr sonst Eure Podcasts herbekommt. Und nun viel Spaß beim ersten Teil dieser besonderen Jubiläumsfolge über das Abenteuer, auf das sich Roland Emmerich, Karl Walter Lindenlaub und Volker Engel mit „Independence Day“ begaben!

EP09: Markus Förderer, DoP

Mein Gast im Podcast ist Markus Förderer, DoP (Foto: privat)

Ich begrüße diesmal am Podcast-Mikro Markus Förderer, DoP von „Hell“, „Independence Day: Die Wiederkehr“ und dem kommenden „Tides“. Markus verrät mir, wie es zur Zusammenarbeit mit Roland Emmerich kam und vergleicht das deutsche Filmsystem mit der US-Branche. Außerdem sprechen wir ausführlich über seine Kollaboration mit Regissuer Tim Fehlbaum bei „Hell“ und „Tides.

Markus Förderer wurde zigfach an Filmhochschulen abgelehnt. Heute gilt er als technisch und gestalterisch höchst versatiler DoP. Immerhin konnte er sich im US-Markt behaupten. Die Leidenschaft für Film hatte er schon immer, so bewarb er sich in seiner Heimat Baden-Württemberg logischerweise auch an der Filmakademie. Hier wurde er zunächst abgelehnt, weil er nicht genügend praktische Erfahrung vorweisen konnte.

In der Folge machte er weitere Praktika, ging nach München, wo er unter anderem auch bei ARRI Rental arbeitete. Schließlich klappte es dann doch an der Hochschule für Fernsehen und Film, wo er Regisseur Tim Fehlbaum traf, mit dem er dessen Abschlussfilm „Hell“ zusammen umsetzte. Hier zeigte sich Förderers Fähigkeit, sich bis ins Detail mit der technischen Umsetzung der Erzählung zu befassen. Er entwickelte für die dystopische Geschichte auf einer von der Sonne verbrannten Erde einen beeindruckenden Look mit gezielter Überbelichtung und dokumentarischem Kamerastil.

Hollywood mit Anfang 30

Nach Förderers Abschluss folgten die Kinoproduktionen „Puppe, Icke und der Dicke“ von Felix Stienz und „Finsterworld“ von Frauke Finsterwalder. Über die Aufführung von „Hell“ auf dem Filmfestival von Locarno lernte er Mike Cahill kennen, der ihm kurze Zeit später den Film „I, Origins“ anbot. Für den Film beschäftigte sich Förderer stark mit der Frage, wie er menschliche Augen natürlich beleuchten und aufnehmen kann. Außerdem inszenierte er für Cahill die – soweit ihm bekannte – erste Kopplung zweiter gegenläufiger Vertigo-Fahrten.

Im Jahr darauf holte Emmerich den DoP ans Set seines Indiefilms „Stonewall“. Für die fiktive Geschichte um die tatsächlichen Ereignisse in der Christopher Street und die Polizeigewalt gegen Homosexuelle im Juni 1969 ließ Emmerich den Straßenzug im Studio nachbauen mit riesigen Backdrops an den Seiten. Hier festige sich die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen Regisseur und DoP, dass Emmerich dann Markus Förderer im Anschluss auch als Kameramann zu „Independence Day – Die Wiederkehr“ mitnahm. Wie genau der Kontakt zu Roland Emmerich anfangs zustande kam, wie Förderer den „Double Vertigo“-Shot plante und mit welchen Equipment er ihn in die Realität umsetzte – das hört ihr im Podcast!

Markus Förderer im Netz

Wer Markus im Netz nachforschen will, kann auf seiner Homepage beginnen. Sein berufliches Profil könnt ihr auf der Seite des Bundesverbands Kinemografie einsehen. Ein von mir verfasstes Porträt über Markus Leben und Arbeit könnt ihr in der aktuellen Ausgabe 5.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera nachlesen!

Diesen Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Aber jetzt gute Unterhaltung beim Podcast mit DoP Markus Förderer!