Podcast

Sonderfolge: Regisseur und DoP von „How to sell drugs online (fast)“ (2)

Drehten die dreitte Staffel „How to sell drugs online (fast)“ zusammen: Regisseur Arne Feldhusen (links) und DoP Kristian Leschner (rechts) stehen mir in der Sonderfolge Rede und Antwort. (Foto: Bernd Spauke)

Die zweite Sonderfolge zum Thema „HTSDO(F)“ beschert uns Arne Feldhusen und Kristian Leschner, Regisseur und DoP von „How to sell drugs online (fast)“. Das kreative Team hinter der Kamera erzählt von ihrer Vorbereitung beim Grillen und welche Herausforderungen in der Pandemie zu meistern waren.

Arne Feldhusen und Kristian Leschner kennen sich schon eine ganze Weile. Unter anderem hoben die beiden die preisgekrönte Serie „Der Tatortreiniger“ mit Bjarne Mädel aus der Taufe. In der ersten Staffel „How to sell drugs online (fast)“ teilte sich Feldhusen die Regie mit Lars Montag und in der zweiten mit Mia Spengler. DoP Leschner stieß in der dritten Staffel als Kameramann hinzu und beerbte Armin Frantzen (1. Staffel) sowie Yoshi Heimarth und Jakob Beuerle (2. Staffel). Für Feldhusen und Leschner war es absolut stimmig, jetzt eine ganze Staffel kreativ durchplanen zu können.

„Bunter und frecher“

Der Vorteil einer dritten Staffel ist, dass man als kreatives Team auf vielem aufbauen kann. Da Feldhusen vieles davon mitentwickelt hatte, konnte er sehr genau sagen, was er beibehalten und was er erneuern wollte. Die Einbindung des Screen Contents konnte diesmal noch stärker mit dem DoP abgestimmt werden. Leschner drehte nicht selten mehrere Varianten, damit die VFXler sich die Orte der Overlays in der Post aussuchen konnten.

Kristian Leschner orientierte sich als DoP wieder mehr an dem Konzept von Armin Frantzen aus der ersten Staffel. Allerdings sollte es „bunter und frecher“ werden. Das galt vor allem in der Schlussphase auf der Abiparty, die sich über fast zwei Folgen streckt. Für diese klügelte Leschner mit seinem Oberbeleuchter Gilmar Steinig ein präzise und schnell anpassbares Lichtkonzept maßgeblich aus Practicals aus.

Sonderfolgen mit Creative Producern sowie Postproduktion

Diesen Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! In der ersten Sonderfolge sprach ich mit den Showrunnern Philipp Käßbohrer und Matthias Murman. In der kommenden, dritten Folge stehen mir VFX Supervisor Julian Schleef und Editor Rainer Nigrelli aus der Postproduktion Rede und Antwort.

Auch hier nochmal herzlichen Dank an Rainer Nigrelli, der die Podcastgespräche 1 und 3 vor Ort in Köln bei der Bildundtonfarbik aufzeichnete. Hört bitte auch in Rainers Podcast „Credit to the Edit“ rein. Hier sprechen er und sein Mitstreiter Jan Henrik Pusch mit Editor*innen über deren Arbeit.

Doch jetzt gute Unterhaltung beim Podcastgespräch mit Arne Feldhusen und Kristian Leschner!

Sonderfolge: Die Creative Producer von „How to sell drugs online (fast)“ (1)

Logo der Sonderfolge über die Creative Producer von "How to sell drugs online (fast)", Philipp Käßbohrer (links) und Matthias Murmann (rechts) (Foto: Jospeh Strauch)
Sonderfolge: Die Creative Producer von „How to sell drugs online (fast)“, Philipp Käßbohrer (links) und Matthias Murmann (rechts) (Foto: Jospeh Strauch)

In dieser ersten Sonderfolge zum Thema „HTSDO(F)“ spreche ich mit Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann, Showrunner und Creative Producer von „How to sell drugs online (fast)“. Philippp und Matthias erzählen von den Freuden einer dritten Staffel des Netflix-Originals, dem Lernprozess im Writer’s Room und loben ihr Team, dass diesen wahnsinnigen Weg mit ihnen gegangen ist.

Phlipp Käßbohrer und Matthias Murmann gehören zum Gründungsteam der Bildundtonfabrik GmbH. Mit Kurzfilmen und Musikvideos an der Kölner Kunsthochschule für Medien fing es an. Noch während des Studiums gründeten die beiden zusammen mit einem engen Team an Kommilitonen das Unternehmen. Es kamen größere Projekte, schließlich auch „Roche und Böhmermann“. Roche ging, Böhmermann blieb und ersann zusammen mit Käßbohrer und Murmann das „Neo MagazinmRoyale“ – ihr gemeinsamer, größter Erfolg.

Screen Content als erzählerisches Element

Zur DNA der beiden Macher gehört, immer noch ein bisschen mehr Gehirnschmalz in ihre Projekte zu stecken. Dass das natürlich auch auf eine Netflix-Original-Serie zutreffen wurde, war klar. So kamen auch die ersten beiden Staffeln von „How to sell drugs online (fast)“ sehr gut an. Die Geschichte um Moritz Zimmermann (Maximlian Mundt), der mit seinem Freudn Lenny (Danilo Kamperidis) einen erfolgreiche Drogenshop im Darknet aufbaut, ar ab der ersten Staffel höchst unterhaltsam, innovativ und heimste berechtigte einige Preis ein.

Jetzt muss auch die dritte Staffel abliefern, die seit dem 27. Juli auf Netflix zur Verfügung steht. In den sechs rund halbstündigen Episoden legen die Showrunner Käßbohrer und Murmann mit ihrem kreativen Team nochmal eine Schippe drauf. Die Dialoge sind schnell und gefeilt, das junge Schauspieleensemble läuft zu Höchstformen auf und vor allem der Screen Content wird noch mehr als erzählerisches Element genutzt.

Sonderfolgen mit Regie/Kamera sowie Postproduktion

Diesen Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! In der nächsten Sonderfolge spreche ich über das Making-Of mit Regisseur Arne Feldhusen und DoP Kristian Leschner. In der dritten Folge stehen mir VFX Supervisor Julian Schleef und Editor Rainer Nigrelli aus der Postproduktion Rede und Antwort.

Außerdem nochmal herzlichen Dank an dieser Stelle an Rainer Nigrelli, der das Gespräch in den heiligen Hallen der Bildundtonfarbik aufzeichnete. Hört bitte auch in Rainers Podcast „Credit to the Edit“ rein. Hier sprechen er und sein Mitstreiter Jan Henrik Pusch mit Editor*innen über deren Arbeit.

Doch jetzt erstmal sehr viel Spaß beim Podcastgespräch mit Matthias Murmann und Philipp Käßbohrer von der Bildundtonfabrik!

Extramaterial: Drei Fragen an Klemens Becker, DoP

Im Podcastgespräch bei „Hinter der Kamera“: Klemens Becker, DoP & Steadicam Operator. (Foto: privat)

Auch er hat meinen Kurzfragebogen beantwortet: Mein Gast Klemens Becker, DoP von „Stowaway“ und Camera/Steadicam Operator bei den „Jason-Bourne“-Fortsetzungen und „United 93“. Er verriet mir, welche Szene im zweiten „Jason-Bourne“-Film ihn besonder berührte. Als besonderen Bonus sprechen wir ausführlich über seine DoP-Arbeit „Stowaway„.

Über Klemens‘ Zusammenarbeit mit den DoPs Oliver Wood und Barry Ackroyd habt ihr schon im ersten Teil des Gesprächs viel erfahren. Mit beiden drehte er die zwei „Jason Bourne“-Fortsetzungen und „United 93“. Was ich Euch im letzten Gespräch schuldig blieb, ist unser langes Gespräch über die DoP-Arbeit „Stowaway“ unter der Regie von Joe Penna. Damit ich die nicht massiv kürzen musste, bekommt ihr diese im – na klar! – Extramaterial geliefert.

Nützliche Links

Und auch für Klemens Beckers Karriere habe ich ein paar weiterführende Links herausgesucht. Ich hoffe, sie helfen euch beim Vertiefen seines Werks:

Hinweis in eigener Sache: Der Virus verhindert auch aktuell ein gemütliches Beisammensitzen. Mit Klemens sprach ich in Berlin, er saß im Auto. Ich bitte um Verständnis für die teilweise unterschiedlichen Tonqualitäten.

Klemens Becker im Netz

Ihr möchtet Klemens kontaktieren? Kein Problem: Über seine britische Agenturseite ist Klemens erreichbar, außerdem über das Portal Crew United. Ich habe ein Porträt über Klemens in der aktuellen Ausgabe 7-8.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!

Den Hinter-der-Kamera-Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Aber jetzt gute Unterhaltung beim Podcast mit DoP Klemens Becker!

EP11: Klemens Becker, DoP

Diesmal begrüße ich im Podcast Klemens Becker, DoP (Foto: privat)

Ich begrüße in Episode 11 Klemens Becker, DoP von „Stowaway“ und Camera/Steadicam Operator bei „Braveheart“, „The Bourne Supremacy“ und „United 93“. Klemens berichtet im Podcast von seiner Arbeit mit DoP Oliver Wood für Paul Greengrass und wie der visuelle Impact der beiden Bourne-Fortsetzungen entwickelt wurde.

Klemens Becker weiß heute sehr genau, wann er die Kamera bewegt und wann nicht. Über 30 Jahre als Operator haben ihn viel über Bilddynamik gelehrt. Diese Erfahrung ist heute essentiell für seine Arbeit als DoP. Es mag viel am Monitor von Regisseur*innen und DoPs entscheiden werden. Am Ende geht es um die Intuition desjenigen, der die Kamera tatsächlich führt. Denn der ist mitten im Geschehen, mitten in der Handlung und spürt, was benötigt wird.

Nach dem Abitur wollte Klemens eigentlich Lehrer werden und studierte auch eine Weile an der Pädagogischen Hochschule. Durch Zufall kam er mit Studnetinnen der DFFB in Kontakt, wo er sich kurz darauf auch bewarb und ab 1978 auch studierte. Hier holte er seine Filmpraxis im Grundstudium nach, arbeitete viel nebenher und schloß schließlich mit dem Kameradiplom ab. Erstmals mit der Steadicam kam er Mitte der 1980er in Kontakt, ein paar Jahre und unzählige Übungsstunden später spezialisierte er sich ganz auf dieses Arbeitsgerät.

Mit „Bourne“ um die Welt

Nach „Die Sieger“ (1994) kam er an sein erstes internationales Set in Babelsberg „The Neverending Story 3“. Hier lernte Regisseur Peter Macdonald ihn schätzen und empfahl ihn ein Jahr später an den Blockbuster „Braveheart“. Von da an drehte Klemens viel international. Sein liebstes Projekt kam dann beinahe zufällig zustande. Eigentlich bewarb Klemens sich beim Kevin-Spacey-Projekt „Beyond the sea“. Da diese ihm nicht fest zusagen konnten, schaute er gegenüber im Prdouktionsbüro bei DoP Oliver Wood herein. Der konnte ihm noch am gleichen Tag den Operator-Job bei „The Bourne Supremacy“ anbieten.

Klemens griff zu und arbeitete von da an an mehreren Filmen mit Regisseur Paul Greengrass zusammen, darunter die beiden „Jason Bourne“-Fortsetzungen und der höchst intensive „United 93“ über das von Passagieren zum Absturz gebrachte, vierte Flugzeug der Anschläge vom 11. September 2001. Seit 2017 ist Klemens Becker ausschließlich als DoP unterwegs und stellt in diesem Juni seine aktuellen Film „Stowaway“ vor.

Klemens Becker im Netz

Ihr wollt mehr über Klemens wissen? Look no further. Über seine britische Agenturseite ist Klemens kontaktierbar, ebenso über Crew United. Ich habe außerdem ein Porträt über Klemens in der aktuellen Ausgabe 7-8.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!

Den Hinter-der-Kamera-Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Aber jetzt gute Unterhaltung beim Podcast mit DoP Klemens Becker!

Extramaterial: Drei Fragen an Eva Maschke, DoP

DoP Eva Maschke mag es, nah an ihren Protagonist*innen zu sein. (Foto: privat)

Drei ganz besondere Fragen gehen auch an meinen Podcast-Gast Eva Maschke, DoP von „Roaming Around“ und „Frauenzimmer“. Als Regisseurin und Autorin schuf sie „Ohne Halt“ und „Vier werden Eltern“. Eva spricht im Extramaterial über eine sie prägende Plansequenz und das Vertrauen in die Zuschauer*innen.

Spannend wird es für mich, wen meine Gäste einen besonderen Schwerpunkt haben. Eva Maschke, DoP und Regisseurin, erzählt von dem Film, der sie ihm Studium stark fasziniert hat. Außerdem berichtet sie von einer bestimmten Szene, weil diese sie besonders berührt hat. Die Szene findet sich in einem ihrer persönlichsten Filme, der 50-Minuten-Doku „Vier werden Eltern“ für RBB und Arte.

Nützliche Links

Jetzt freut ihr euch schon darauf, euer Wissen über Eva ein bisschen zu vertiefen. Hier kommen ein paar Links für euch zu Eva und ihren Projekten.

Hinweis in eigener Sache: Eva erreichte ich diesmal über das Telefon auf La Gomera. Ich bitte um Verständnis für die teilweise unterschiedlichen Tonqualitäten.

Eva Maschke im Netz

Ihr trefft auch Eva Maschke im Internet. Auf Evas Homepage findet ihr sämtliche ihrer Werke als Kamerafrau und auch als Regisseurin/Autorin. Außerdem könnt ihr Evas berufliches Kurzprofil bei den Cinematographinnen studieren. Auch beim Bundesverbands Kinemografie ist sie vertreten. Und auch über Eva gibt es ein Porträt aus meiner Feder in der aktuellen Ausgabe 6.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera nachlesen!

Diesen Podcast könnt ihr bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Und nun gute Unterhaltung beim Extramaterial mit DoP Eva Maschke!

EP10: Eva Maschke, DoP

Mein Gast im Podcast ist Eva Maschke, DoP (Foto: privat)

In Episode 10 habe ich einen tollen Gast: Eva Maschke, DoP der Dokumentationen „Roaming Around“, „Ohne Halt“ und „Frauenzimmer“ sowie Regisseurin und Produzentin von „Vier werden Eltern“. Wir sprechen über ihre Doku-Arbeit als Kamerafrau und Regisseurin, wie TV-Dokus zustande kommen und natürlich über ihre – teils sehr persönlichen – Filme.

Eva Maschke kann etwas, um das sie viele Kameraleute beneiden werden. Vor ihrer Kamerakarriere absolvierte sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und arbeitete auch zwei Jahre in dem Beruf. So weiß sie ganz gut, welche Position mit der Kamera flugs zu Rückenschmerzen führt und wie man das verhindern kann. Eigentlich hatte sie direkt nach der Schule eine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild/Ton angestrebt. Doch es gab Mitte der 1990er noch zu wenig Plätze.

Nach dem Ausflug in die Physiotherapie ging es für Eva zum SWR, wo zunächst ein Praktikum machte. Hier merkte sie schnell, dass sie auch an die Kamera möchte. Nach dem Praktikum wurde Eva als feste Freie Kamera-Assistentinnen übernommen. In ihrer Zeit beim Badener Sender wirkte sie neben Fernsehspielen an über 50 Folgen der Doku-Reihe „Schätze der Welt“ mit. Diese Produktion bezeichnet sie als die prägendste Arbeit ihrer Karriere, auch weil sie lernte, wie wichtig die Zusammenstellung eines Teams ist.

Deutscher Kamerapreis für Hochschulfilm

2002 ging sie an die Filmakademie Ludwigsburg und studierte dort Kamera. Auch hier setzte sich ihre Affinität zum Dokumentarfilm fort. Für den in Ghana gedrehten „Roaming Around“ reiste sie mit Regisseurin Brigitte Maria Bertele nach Accra und begleitete dort Straßenkinder nächtelang mit einer Mini-DV-Kamera. Die eindringliche – aber nicht aufdringliche – Bildgestaltung wurde 2008 mit dem Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Für ihren Abschlussfilm „Ohne Halt“ recherchierte sie in der schwulen Online-Dating-Szene. Hier hatten sich Mitte der 2000er auffallend viele Männer wieder mit HIV angesteckt. Sie ging der Sache auf den Grund. Hier fungierte Eva Maschke als Kamerafrau, Autorin und Regisseurin in Personalunion. Das war eine wichtige Erfahrung, weil sie realisierte, dass in Zukunft zu vermeiden. „Wenn ich mit dem Protagonisten rede, dann will ich den auch angucken, sagt Eva Maschke. „Und das kann ich nicht, wenn ich auf das Display gucke.“

Eva Maschke im Netz

Ihr trefft auch Eva Maschke im Internet. Auf Evas Homepage findet ihr sämtliche ihrer Werke als Kamerafrau und auch als Regisseurin/Autorin. Außerdem könnt ihr Evas berufliches Kurzprofil bei den Cinematographinnen studieren, auch beim Bundesverbands Kinemografie ist sie vertreten. Und auch über Eva gibt es ein Porträt aus meiner Feder in der aktuellen Ausgabe 6.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera nachlesen!

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Extramaterial: Drei Fragen an Markus Förderer, DoP

Wie arbeitet DoP Markus Förderer? (Foto: privat)

Drei ganz besondere Fragen gehen auch an meinen Podcast-Gast Markus Förderer, DoP von „Hell“, „Independence Day: Die Wiederkehr“, „I Origins“ und „Tides“. Er verriet mir, warum er „The Revenant“ nicht hätte selbst drehen wollen und welche Einstellung aus „Hell“ er besonders mag.

Wie immer folgt dem langen Gespräch mit meinem Gast die schnelle Fragerunde, so auch bei Markus Förderer. DoP und lichtsetzender Kameramann ist Förderer seit zehn Jahren. In den drei Fragen erklärt er uns, wie er die Filme seiner Vorbilder einschätzt, warum die Fluchtszene in „Hell“ für ihn etwas Besonderes ist und wie er sich heutzutage kreative Freiräume schafft.

Nützliche Links

Ihr habt auch nach unserem Gespräch sicher Fragen zu Markus. Deshalb habe ich auch diesmal ein paar Links für euch zusammengestellt. Wie immer sind alle handverlesen und sicher nicht mit Anspruch auf Vollständigkeit. Allerdings sind sie ein kleiner Recherchestart zu den Themen in unseren Gesprächen.

Hinweis in eigener Sache: Ihr könnt es schon mitsprechen! Auch diesmal sprach ich mit Markus über das Telefon, „remote“, wie es so schön heißt. Ich bitte um Verständnis für die teilweise unterschiedlichen Tonqualitäten.

Markus Förderer im Netz

Wer Markus im Netz nachforschen will, kann auf seiner Homepage beginnen. Sein berufliches Profil könnt ihr auf der Seite des Bundesverbands Kinemografie einsehen. Ein von mir verfasstes Porträt über Markus Leben und Arbeit könnt ihr in der aktuellen Ausgabe 5.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera nachlesen!

Diesen Podcast könnt ihr bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Und jetzt viel Spaß beim Extramaterial mit DoP Markus Förderer!

EP09: Markus Förderer, DoP

Mein Gast im Podcast ist Markus Förderer, DoP (Foto: privat)

Ich begrüße diesmal am Podcast-Mikro Markus Förderer, DoP von „Hell“, „Independence Day: Die Wiederkehr“ und dem kommenden „Tides“. Markus verrät mir, wie es zur Zusammenarbeit mit Roland Emmerich kam und vergleicht das deutsche Filmsystem mit der US-Branche. Außerdem sprechen wir ausführlich über seine Kollaboration mit Regissuer Tim Fehlbaum bei „Hell“ und „Tides.

Markus Förderer wurde zigfach an Filmhochschulen abgelehnt. Heute gilt er als technisch und gestalterisch höchst versatiler DoP. Immerhin konnte er sich im US-Markt behaupten. Die Leidenschaft für Film hatte er schon immer, so bewarb er sich in seiner Heimat Baden-Württemberg logischerweise auch an der Filmakademie. Hier wurde er zunächst abgelehnt, weil er nicht genügend praktische Erfahrung vorweisen konnte.

In der Folge machte er weitere Praktika, ging nach München, wo er unter anderem auch bei ARRI Rental arbeitete. Schließlich klappte es dann doch an der Hochschule für Fernsehen und Film, wo er Regisseur Tim Fehlbaum traf, mit dem er dessen Abschlussfilm „Hell“ zusammen umsetzte. Hier zeigte sich Förderers Fähigkeit, sich bis ins Detail mit der technischen Umsetzung der Erzählung zu befassen. Er entwickelte für die dystopische Geschichte auf einer von der Sonne verbrannten Erde einen beeindruckenden Look mit gezielter Überbelichtung und dokumentarischem Kamerastil.

Hollywood mit Anfang 30

Nach Förderers Abschluss folgten die Kinoproduktionen „Puppe, Icke und der Dicke“ von Felix Stienz und „Finsterworld“ von Frauke Finsterwalder. Über die Aufführung von „Hell“ auf dem Filmfestival von Locarno lernte er Mike Cahill kennen, der ihm kurze Zeit später den Film „I, Origins“ anbot. Für den Film beschäftigte sich Förderer stark mit der Frage, wie er menschliche Augen natürlich beleuchten und aufnehmen kann. Außerdem inszenierte er für Cahill die – soweit ihm bekannte – erste Kopplung zweiter gegenläufiger Vertigo-Fahrten.

Im Jahr darauf holte Emmerich den DoP ans Set seines Indiefilms „Stonewall“. Für die fiktive Geschichte um die tatsächlichen Ereignisse in der Christopher Street und die Polizeigewalt gegen Homosexuelle im Juni 1969 ließ Emmerich den Straßenzug im Studio nachbauen mit riesigen Backdrops an den Seiten. Hier festige sich die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen Regisseur und DoP, dass Emmerich dann Markus Förderer im Anschluss auch als Kameramann zu „Independence Day – Die Wiederkehr“ mitnahm. Wie genau der Kontakt zu Roland Emmerich anfangs zustande kam, wie Förderer den „Double Vertigo“-Shot plante und mit welchen Equipment er ihn in die Realität umsetzte – das hört ihr im Podcast!

Markus Förderer im Netz

Wer Markus im Netz nachforschen will, kann auf seiner Homepage beginnen. Sein berufliches Profil könnt ihr auf der Seite des Bundesverbands Kinemografie einsehen. Ein von mir verfasstes Porträt über Markus Leben und Arbeit könnt ihr in der aktuellen Ausgabe 5.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera nachlesen!

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Extramaterial: Drei Fragen an Sebastian Thümler, Editor

Porträt von Sebastian Thümler, Editor, der im Podcast interviewt wird.
Editor Sebastian Thümler steht auch im EXTRAMATERIAL Rede und Antwort. (Foto: privat)

Podcast-Gast Sebastian Thümler, Editor von „Chiko“ und „Nur Gott kann mich richten“ stellt sich meinen drei Fragen zu seinen Vorbildern, der eigenen Arbeit und seinen Lernprozessen. Außerdem verrät er, welches Drehbuch-Dramaturgiekonzept er für Editor*innen hilfreich findet.

Wie immer lasse ich meinen Gast nur mit einem langen Gespräch nicht davon kommen. Auch Sebastian Thümler hat im Hinter-der-Kamera-Gespräch meinen kurzen Fragebogen beantwortet. In über 50 Minuten sprechen wir über seine Auffassung von guter Schnittarbeit und warum es ihm schwerfällt diese beim ersten Angucken zu analysieren. Besonders spannend ist, was Sebastian über Dramaturgie denkt und warum Dramaturgie auch seine Schnittarbeit stark prägte.

Nützliche Links

Hier folgt für euch die handverlesene und mit Freunde von mir zusammengestellte Liste mit ein paar Zusatzinformationen zu Sebastian Thümler, Editor und dramaturgischer Berater. Das ist natürlich wie immer nur ein Anfang um sich mit den besprochenen Filmen auseinanderzusetzen und die angestoßenen Themen zu vertiefen.

Hinweis in eigener Sache: Auch das Gespräch mit Sebastian ist „remote“ entstanden und wurde über das Telefon an zwei unterschiedlichen Orten aufgezeichnet. Ich bitte um Verständnis für die teilweise unterschiedlichen Tonqualitäten.

Sebastian Thümler im Netz

Wer Editor Sebastian Thümler im Netz einen Besuch abstatten möchte, kann das auf seinem beruflichen Profil beim Bundesverband Filmschnitt tun und sich Einblick in seine Projekte auf seiner Homepage verschaffen. Ich habe über Sebastian ein Porträt geschrieben. In der Ausgabe 4.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera ist es erschienen.

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EP08: Sebastian Thümler, Editor

Wir haben wieder einen Gast aus dem Schnitt: Sebastian Thümler, Editor von Filmen wie „Chiko“, „Schrotten!“ und „Nur Gott kann mich richten“! Sebastian erzählt mir im Podcast, wie er arbeitet, welche Herausforderung in den Filmstoffen steckt und wieso ihn Filmdramaturgie begeistert. Und ganz nebenbei erfahren wir, was für ihn das Herz der Montage ausmacht.

Sebastian Thümler hatte schon sehr früh den Wunsch, irgendwann im Schneideraum zu landen. Das stellte er während seines Schülerpraktikums fest. Er bewarb sich noch als Teenager. Doch es sollte noch ein paar Jahre dauern, bis er sein erstes echtes Praktikum im Schnitt machen würde. Das war damals noch am Steenbeck-Schneidetisch mit analogem Filmmaterial. Irgendwann landete Sebastian dann in einem Schnittassistenten-Volontariat beim NDR. Hier schnitt er in seiner Freizeit die Projekte der Filmschüler im Hamburger Aufbaustudiengang Film von Hark Bohm.

Hier lernte er Regisseur Özgür Yildirim und Kameramann Matthias Bolliger kennen. Zunächst schnitt Thümler Anfang der 2000er die beliebte Kinderserie „Die Pfefferkörner“ und setzte diverse Projekte für das Fernsehen um. Bei einem Blick in Sebastian Thümlers Vita fallen zwei Dinge auf. Wichtig ist der große Schwerpunkt auf Projekten mit Regisseur Yildrim. Aber auch die Versatilität seines Schaffens ist offensichtlich. Diese zeigt sich durch zahlreiche Genres.

Genrespringer

2008 montierte Thümler Yildirims Kino-Erstling „Chiko“, für den er im Folgejahr den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Bester Schnitt“ erhielt. Es folgte eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Regie-Kamera-Team Yildirim & Bolliger. Aus der Kollaboration gingen die Filme „Blutzbrüdaz“, „Boy 7“ und „Nur Gott kann mich richten“ hervor. Zudem enstanden die Tatorte „Feuerteufel“, „Zorn Gottes“ und „Alles was sie sagen“. Kürzlich wurden diese durch zwei Staffeln der Serie „4 Blocks“ sowie ganz neu „PARA – Wir sind King“ ergänzt.

Sebastian Thümler im Netz

Auch Sebatsian Thümler könnt ihr im Netz finden. Sein berufliches Profil könnt ihr beim Bundesverband Filmschnitt abrufen. Wer etwas mehr Einblick in seine Projekte haben möchte, der schaue auf seiner Homepage vorbei. Ich habe auch über Sebastian ein Porträt verfasst, das ihr in der Ausgabe 4.2021 des Fachmagazins Film & TV Kamera findet!

Diesen Podcast könnt ihr übrigens bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer und Spotify abonnieren! Mehr dazu findet ihr hier! Doch jetzt erstmal viel Spaß beim Podcastgespräch mit Editor Sebastian Thümler!